Die beiden letzten Journal Arten, die ich vorgestellt habe, waren vor allem auf das persönliche Wohlbefinden bezogen. Doch es gibt auch die Möglichkeit, ein Journal zu nutzen, um sich auf die Erreichung von Zielen zu konzentrieren – ein klassisches Zielejournal.

Ziele – Journal

Was ein Ziele – Journal hauptsächlich tut, liegt schon im Namen: es unterstützt dich bei der Erreichung deiner Ziele. Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um berufliche Ziele oder private Ziele handelt – was immer für dich gerade am wichtigsten ist. Besonders hilfreich ist für mich, meine Ziele mit der SMART – Technik zu beschreiben.

SMART

SMART ist eine Abkürzung, die für die Attribute steht, nach denen du dein Ziel definierst, um eine hohe Wahrscheinlichkeit zu haben, es auch zu erreichen.

S Spezifisch

Spezifisch ist die wirklich konkrete Definition deines Ziels. Das heißt, dass du dir vornimmst, jeden Tag 5 Portionen Obst und Gemüse zu essen. Unkonkret wäre zum Beispiel, wenn du dir vornimmst, gesünder zu essen. Dabei geht es gar nicht um die einzelnen Schritte, wie du dein Ziel erreichen möchtest, sondern um deie ganz klare Definition, was du erreichen möchtest.

M Messbar

Messbar ist ein Ziel, wenn du, wie im obigen Beispiel, eine konkrete Anzahl nennen kannst, also dort zum Beispiel 5 Portionen. Das können auch bestimmte Zeiteinheiten sein, wie 5 Stunden Sport in der Woche. Dadurch ist ein Ziel auch besser überprüfbar, und das macht für dich den Weg dorthin einfacher. Denn du kannst immer wieder abgleichen, ob wo du dich auf deinem Weg gerade befindest.

A Attraktiv

Je attraktiver ein Ziel für dich ist, um so eher macht es dir Spaß darauf hin zu arbeiten oder dich dafür anzustrengen. Genau das ist oft auch das Problem mit Zielen, die von außen an dich heran getragen werden. Denn wenn du sie nicht auch wichtig und für dich interessant findest, wird es dir wesentlich schwerer fallen, dich immer wieder dafür einzusetzen. Du bist einfach nicht so motiviert. Für Ziele, bei denen du vielleicht (noch) keine innere Motivation hast, kann dir das „warum“ dahinter vielleicht weiter helfen. Denn auch wenn das Endergebnis für dich (noch) nicht attraktiv sein mag, kann es sein, dass du den Grund dahinter gut findest und dich deswegen anstrengen möchtest.

R Realistisch

Als Fast – Food – Junkie wird es schwierig sein, von einem Tag auf den anderen ausschließlich Obst und Gemüse zu essen und auf die geliebten Burger und Pommes zu verzichten. Deswegen kann es sinnvoller sein, wenn du dir zunächst einmal ein realistisches kleineres Ziel setzt und jeden Tag 1 oder 2 Teile Obst und Gemüse zu essen. Das hilft vor allem, dich vor Frustration zu schützen. Denn die könnten dich sonst schnell zur Aufgabe bringen. Also würdest du in dem Beispiel vielleicht erst einmal nur diese eine Portion angehen oder du gibst dir mehr Zeit – das alles kann ein großes Ziel für dich realistischer machen.

T Terminiert

Wenn du dir einen Termin setzt, bis zu dem du dein Ziel erreicht haben willst, ist es für dich verbindlicher. Du versprichst dir quasi selbst, dass du darauf hinarbeitest. Gibt es einen solchen Termin nicht, ist es viel leichter, auszubüchsen und sich nicht an die Vereinbarung mit dir selbst zu halten.

Für das Beispiel würde das heißen:

„Bis zum 31.12.2021 esse ich jeden Tag mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse, weil ich mich gesünder ernähren möchte.“ Damit ist beschrieben, was ich bis wann erreichen möchte – und für mich persönlich ist es auch realistisch. Das „Warum“ gehört nicht klassisch zur SMART-TECHNIK. Ich füge es für mich immer mit ein, damit ich es nicht vergesse. Denn dann, wenn es schwierig ist und die Stolperfallen auftauchen, passiert mir das leider schon einmal. Mit der Erinnerung an meine ursprüngliche Motivation fällt es mir viel leichter, weiter zu machen.

Zwischenziele und Tracking

Gerade bei sehr großen Zielen kann es ein bisschen einschüchternd sein, das Ziel mit der SMART-Technik zu beschreiben. Denn dieses Ziel ist vielleicht deinem Ausgangspunkt sehr weit weg. Und auch wenn du es für so realistisch einschätzt, dass du es als smartes Ziel festlegen kannst, sind bis dahin viele Schritte zu erledigen. Gerade in diesen Fällen finde ich es sehr hilfreich, sich Zwischenziele oder auch Meilensteine zu setzen. Wenn du dann ein solches Zwischenziel erreichst, weißt du, dass du deinem großen Ziel einen entscheidenden Schritt näher gekommen bist. Und die Motivation steigt!

Um das auch bildlich noch besser nachzuverfolgen, sind für mich Trackings wunderbar. Dabei kann ich entweder einen großen Haken an eine zu erledigende Aufgabe machen. Oder ich kreuze an, ob ich an diesem Tag etwas für mein Ziel getan habe – egal wie klein dieser Schritt auch gewesen sein mag. Das ist dann wieder gut für meine Motivation, denn ich habe einen weiteren Schritt gemacht, auch wenn er vielleicht winzig war.

Natürlich mag ich mein Zielejournal auch gerne mit schönen Bildern im Hintergrund. Deswegen habe ich mir selbst Journal Vorlagen gestaltet. Vielleicht gefallen sie dir ja auch? In meinem Etsy Shop kannst Du alle Journal Vorlagen anschauen und direkt herunter laden.

Hier gehts zu den Ziele-Journals:

https://www.etsy.com/de/listing/1121579214/