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Nachdem ich im letzten Beitrag darüber geschrieben habe, was Journal schreiben eigentlich ist, geht es mir heute mehr um das „Warum“. Gibt es einen Vorteil, den du hast, wenn du regelmäßig Journal schreibst? Hilft Tagebuch schreiben dir vielleicht?

Selbstreflexion

Unabhängig von der Art des Journals, die dir am besten zusagt, nimmst du dir beim Tagebuch schreiben Zeit für dich, deine Gedanken und deine Bedürfnisse. Du beschäftigst dich mit den Dingen, die dir gut tun oder gut getan haben. Du machst Pläne für tolle Unternehmungen oder hast Ideen für Gewohnheiten, die dich positiv beeinflussen. Oder du stellst dir Fragen darüber, wie du die Dinge, die nicht nach deinen Vorstellungen gelaufen sind, bei ähnlichen Situationen anders lösen kannst. In jedem Fall hast du ein paar Minuten (oder auch einmal etwas mehr) die Gelegenheit, dich möglichst ungestört mit dir zu befassen. Verknüpfst du das auch noch mit den für dich passenden Journaling Fragen, kannst du mit der Zeit neue Erkenntnisse über dich gewinnen und Neues lernen.

Positive Einstimmung

Ein Journal zu schreiben, ist für viele Menschen mittlerweile neben Yoga und Meditation Teil ihrer Morgenroutine. Alle diese Bestandteile sollen dich dabei auf den folgenden Tag mit seinen Besonderheiten und Anforderungen einstimmen. Gerade, wenn du dich in stressigen Zeiten befindest oder viel um die Ohren hast, können diese ungestörten Minuten am Morgen einen großen Unterschied machen. Denn mit einer Morgenroutine, die zu dir passt, hast Du gleich nach dem Aufstehen schon Zeit mit Dir verbracht und dir etwas Gutes getan.

Das Schreiben kann dich besonders unterstützen, wenn dein Journal Fragen beinhaltet, die deinen Fokus auf positive Aspekte lenken: zum Beispiel Dankbarkeit, gute Gewohnheiten oder Dinge, auf die du dich am Tag freust. Wenn du dich morgens mit der Dankbarkeit verbindest, hast du gleich eine positivere Stimmung, denn Dankbarkeit macht uns glücklich. Und es findet sich immer etwas, für das du dankbar bist – keine Angst. An machen Tagen mögen es sehr allgemeine Dinge sein, wie deine Gesundheit oder das Dach über dem Kopf. Mit einer gewissen Routine programmierst du dich aber selbst darauf, dass du bei schönen Situationen daran denkst, dass du sie bei der nächsten Gelegenheit in dein Dankbarkeitsjournal eintragen kannst.

Auch bei Gewohnheiten, die du in deinem Alltag verankern möchtest, ist ein regelmäßiges Aufschreiben hilfreich. Damit erinnerst du dich morgens an das, was du an diesem Tag für dich tun möchtest. Wenn sie einmal aufgeschrieben sind, sind sie verbindlicher und geraten außerdem nicht so schnell in Vergessenheit.

Zielerreichung

Wenn du ein ganz konkretes Ziel hast und vielleicht auch schon die kleinen Schritte festgelegt hast, die dir helfen, genau dieses Ziel zu erreichen, hilft es, wenn du dir jeden Tag in deiner Morgenroutine dein Ziel, deine nächsten Schritte oder auch dein „Warum“ notierst. Die Wiederholung macht es deinem Unterbewusstsein leichter, sich auf das Ziel oder die notwendigen Schritte einzustimmen und zu fokussieren. Je häufiger du dir vor Augen führst, wo du hin möchtest und auch warum das so ist, desto präsenter ist dieses Ziel in deinen Gedanken. Gerade am Morgen, wenn du noch nicht von anderen Ereignissen zum Beispiel in deiner Familie oder auch aus den Nachrichten beeinflusst bist, ist dein Unterbewusstsein aufnahmefähiger für diese Zielsetzungen.

Die Themen, mit denen du dich quasi direkt nach dem Aufstehen beschäftigst, haben so eine große Chance, dich über den gesamten Tag zu begleiten. Um so wichtiger ist es deswegen für mich, den Tag mit positiven Gedanken, einem bewussten Fokus und der Konzentration auf mein Ziel zu beginnen. Auf diese Weise merke ich, dass es mir leichter fällt, mich an meinen Fokus, meine Affirmation oder meine Ziele zu erinnern – auch wenn über den Tag hinweg vielleicht alles gerade in eine andere Richtung verläuft. Je regelmäßiger ich in meiner Morgenroutine ein Journal nutze, desto weniger vergesse ich, was ich mir als Ziel gesetzt habe oder welche Gewohnheit ich gerade in meinem Alltag integrieren möchte.

Was sind deine Gründe, ein Journal zu schreiben?

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